Heute ist Österreich erschüttert. Drei Polizeibeamte und ein Rettungssanitäter wurden in Ausübung ihres Dienstes getötet. Unzählige Postings auf den verschiedenen Social Mediaseiten zeugen von der Erschütterung der Österreicher. Ja auch ich habe einen Artikel gepostet und erklärt, dass solche Ereignisse immer alles andere relativieren. Der Tod gehört zum Leben, und er begegnet uns im Laufe der Zeit häufig, und je älter man wird, umso häufiger kommt es einem vor. In den Medien können wir jeden Tag echte und unechte Todesfälle beobachten – lässt uns das abstumpfen? Wenn wir die heutigen Reaktionen beobachten sind wir doch noch sensibel genug, dass uns der Tod von vier Menschen in Ausübung ihrer Arbeit bestürzt, und wir kurz inne halten. Die eigentliche Frage ist, verändert diese Bestürzung auch unser Verhalten.

Vor rund 4 Jahren ist ein Freund und Arbeitskollege von mir im Alter von 34 Jahren plötzlich von uns gegangen: in der Garage nach der Arbeit zusammengebrochen. Ich kann mich noch deutlich an meine Bestürzung und Traurigkeit erinnern, an die Fassungslosigkeit in meinem gesamten beruflichen Umfeld. Und vor allem aber die guten Vorsätze die wir damals alle gefasst haben, nicht mehr so Hetzen, mehr Zeit für Familie und Freunde, das Leben genießen – es kann morgen vorbei sein, kommen heute wieder hoch. Im Angesicht des Todes und im Gedenken an diesen Freund möchte ich an genau diese Vorsätze erinnern. Heute sind drei Menschen gestorben, Mitten aus dem Leben gerissen, halten wir inne, gedenken wir ihrer, ABER das Wichtigste ist LEBEN wir im Andenken an die Vielen, die bereits von uns gegangen sind!

 


Doch gleich mal eine Replik auf den gestrigen Wahlkampfauftakt der ÖVP. Es war schon irgendwie komisch nach 14 Jahren das erste Mal eine solche Veranstaltung einfach nur zu besuchen…. Gleich beim reingehen in die Messehalle hält mir eine junge Dame ein ORF-Mikro unter die Nase. „Ist ihre Bekleidung ein Koalitionsstatement?“ (ich trug schwarze Hosen und Pullover – darüber eine rote Weste und rote Schuhe) Was wollte die eigentlich von mir? Glauben Journalisten wirklich, dass ich in der Früh überlege ob mein G´wand eine politische Bedeutung hat? Mein Gott Leute – dann könnt ich ja nie etwas Blaues oder was Grünes tragen, auch orange ist ganz hübsch…. Bliebe letztlich nur SCHWARZ. und ehrlich: das wäre mir wohl dann doch zu trist….. Continue reading


Es gibt Ereignisse an denen die Menschen, die sie erlebt, beobachtet oder davon gehört haben immer wissen, was genau sie zu diesem Zeitpunkt gemacht haben. Der Tod von JF Kennedy gehört ebenso dazu wie die Terroranschläge am 9. September 2011. Ich weiß das ist wieder eine Platitüde die oft bemüht wird. Ich mache es aber heute auch: am 9. September 2011 saß ich über einer komplizierten Sitzordnung für das Requiem von BK Klaus im Stephansdom, als der Finanzabteilungsleiter der ÖVP in mein Büro stürmte und wir den Fernseher im Chefbüro aufgedrehten.

Da das Requiem am selben Abend stattfand, gehöre ich nicht zu den Personen, die das Unglück via Fernseher weiterverfolgen konnten. Dennoch weiß ich noch jeden Schritt der an diesem Tag folgte…


Politik = Soziales Handeln, das auf Entscheidungen und Steuerungsmechanismen ausgerichtet ist, die allgemein verbindlich sind und das Zusammenleben von Menschen regelt. Also geht es letztendlich immer um´s Zusammenleben. Manche/r mag jetzt sagen, das kann ja jeder behaupten, und so wie sich die Politik derzeit präsentiert, hat das nichts mehr mit den Menschen zu tun. Was ja nicht immer ganz von der Hand zu weisen ist.

Deshalb habe ich mich entschlossen hier meine persönlichen Gedanken zur Diskussion zu stellen und vielleicht auch manches wieder menschlich in ein anderes Licht zu rücken. Wer wissen will, wer ich bin und warum ich mich so wichtig mache, der studiere diese Seite und mache sich ein Bild.